Fußpflege bei Fußproblemen

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick zu den bekanntesten Fußproblemen geben sowie sinnvolle Möglichkeiten aufzeigen welche tatsächlich Linderung schaffen.

Schaubild Fußprobleme 

Fußprobleme - Achillodynie

Unangenehm bis äußerst schmerzhaft kann der Achillessehnenschmerz, im Fachjargon auch als Achillodynie bezeichnet, sein. Betroffene berichten oft davon, dass jeder Schritt zur Qual wird, wenn die Achillessehne (Verbindung des Fernsenknochens mit der Wadenmuskulatur) bzw. die sie umgebenden Gewebe gereizt sind. Von Achillessehnenschmerzen betroffen sein kann die komplette Sehne an sich sowie der Übergang zur Wadenmuskulatur. Inwieweit das Schmerzempfinden in aktiven oder in Ruhephasen stärker ist hängt vom Einzelfall ab.

Recht vielschichtig sind indes die konkreten Ursachen, welche für eine Achillodynie verantwortlich sein können: An erster Stelle zu nennen sind mit Sicherheit auf die Sehne einwirkende Dehn- und Scherkräfte, eine zusätzliche Belastung wird oft durch ein verstärktes Einwärtsdrehen (Überpronation) verursacht. In der Folge kommt es zu einer Entzündungsreaktion der Sehne und des sie umgebenden Gewebes, es verspannt und verkürzt sich die Wadenmuskulatur. Weitere typische Ursachen sind mechanische Fußfehlstellungen unterschiedlichster Art, hohe Belastungssteigerung (beispielsweise durch intensives Training), ungeeignetes Schuhwerk (starre Sohlen, Pufferabsätze und Fersendämpfung), Verspannung der Wadenmuskulatur, verkürzte Achillessehne durch Tragen von Schuhen mit hohen Absätzen, Übergewicht sowie Stoffwechselerkrankungen (Diabetes, Gicht, Arthritis, Fehlbelastungen infolge von Arthrose).

Was die Behandlung von Achillessehnenschmerz anbetrifft sind folgende Möglichkeiten zu nennen: Eventuelle Belastungen, insbesondere durch übermäßiges Training, sollten konsequent reduziert werden, auf Speed- und Steigungsläufe sollte möglichst komplett verzichtet werden. Flache Schuhe sind genauso schädlich wie Barfußlaufen, beides sollten Betroffene also tunlichst unterlassen. Lindernd wirken Dehnungsübungen, auch eine Korrektur der Fersenstellung durch Tragen von Einlagen oder eine Achillessehnenbandage führt zu Entlastung. Weitere Behandlungsansätze sind Kinesio-Taping, Kühlung über Eis-Lolly oder Quark-Umschläge sowie Stoßwellentherapie.

Fußprobleme - Brennende Füße

Äußerst unangenehm und weiter verbreitet als man annehmen könnte ist das sog. "Burning Feet Syndrom", im deutschen als "brennende Füße" bezeichnet. Das Brennen wird hauptsächlich an den Fußsohlen beobachtet und tritt besonders häufig in Form nächtlicher Anfälle auf.

Als häufigste Ursachen des "Burning Feet Syndrom" zu nennen sind eine Mangelversorgung mit Vitamin B5 (Pantothensäure), Niacin, Vitamin B1 (auch als Thiamin oder Aneurin bezeichnet) sowie Magnesium.

Prinzipiell anzumerken ist, dass Wärme für brennende Füße eher schlecht ist, während Kälte die Beschwerden lindert. Einhergehende Krankheitsbilder sind beispielsweise Muskelverspannungen, Schweißbildung, Hautschuppen und Nervenreizzustände.

Fußprobleme - Diabetischer Fuß

Beim diabetischen Fuß handelt es sich um ein meist durch schlecht eingestellte Zuckerkrankheit (Diabetis mellitus) ausgelöstes Krankheitsbild mit Nerven- und Blutgefäßschäden sowie in der Folge verstärkter Infektionsgefahr.

Typisch für den diabetischen Fuß ist der Verlust der Schmerz-, Druck- und Temperaturempfindung. Dies hat zur Folge, dass drückendes Schuhwerk und Verletzungen nicht in ausreichendem Maße wahrgenommen werden. Kleine Wunden können sich leicht entzünden und heilen sehr schlecht. Teilweise entstehen offene Geschwüre, die bis zum Knochen reichen können. Oft ist eine Amputation dann nicht mehr zu vermeiden.

Für Risikogruppen (vor allem Diabetis mellitus) ist Vorbeugung und regelmäßige Kontrolle von enormer Wichtigkeit. Die Entlastung von Druckstellen und die sofortige Behandlung von Wunden sind hier an erster Stelle zu nennen.

Bekannte Diagnosemöglichkeiten im Bereich diabetischer Füße sind beispielsweise der Stimmgabeltest und Berührungstests mit sog. Kunststoffmonofilamenten. Aber auch Röntgenaufnahmen und Wundabstriche sowie Gefäß-Untersuchungen und Nervenleitgeschwindigkeits-Messungen sind sinnvoll für Diagnose und Behandlung beim diabetischen Fuß.

Fußprobleme - Hallux valgus

Um die mit großem Abstand am häufigsten anzutreffende Zehendeformität beim Menschen handelt es sich beim Hallux valgus. Kennzeichnend ist die Abweichung der großen Zehe im Grundgelenk nach außen bei einer gleichzeitigen Innenrotation. Neben erblichen Faktoren spielt die Schuhmode eine besonders wichtige Rolle bei der Entstehung dieser Zehendeformität, weshalb Frauen deutlich häufiger betroffen sind als Männer. Enges Schuhwerk führt zu mechanischen Reizungen, die große Zehe wird ständig nach außen gedrückt. Aufgrund der Veränderung der Zugrichtung der Muskulatur nimmt die Fehlstellung kontinuierlich zu. Von wesentlicher Bedeutung ist die Verbindung mit einer Spreizfußstatik, wobei sich beide Krankheitsbilder gegenseitig verstärken.

Grundsätzlich vollzieht sich die typische Entwicklung über einen Zeitraum von mehreren Jahren, weshalb die Häufigkeit der Erkrankung mit zunehmendem Alter stark zunimmt. Zu Beginn fällt vor allem die kosmetische Veränderung ins Auge, Beschwerden sind noch nicht vorhanden. Erste spürbare Schmerzen treten dann in aller Regel an der Innenseite des ersten Mittelfußknochens auf, in diesem Zusammenhang wird auch oft von Exostose gesprochen. Aufgrund mechanischer Reizungen kommt es an dieser breitesten Stelle des Fußes zu schmerzhaften Reizzuständen der Haut und des sich bildenden Schleimbeutels, die mit Enzündungen einhergehen können. Die Fehlstellung der großen Zehe führt mit der Zeit zu einer Großzehengrundgelenksarthrose (Abnutzung und Bewegungseinschränkung des Großzehengrundgelenkes).

Hallux Valgus

Für eine Diagnose ist ein klinischer Befund notwendig, wobei das Ausmaß der Spreizfußstatik und der Arthrose des Großzehengrundgelenkes durch eine Röntgenaufnahme festgestellt werden sollte. Was die möglichen Therapieansätze betrifft, so sind im konservativen Behandlungsbereich (nur sinnvoll bei leichteren Fällen) offene bzw ausreichend weite Schuhe, ringförmige Schaumstoffpolster oder auch Siliconauflagen zu nennen. Bei entzündlichen Hautveränderungen können lokale Maßnahmen wie feuchte Umschläge und Salbenverbände oder auch Eisanwendung zur Entzündungshemmung sinnvoll sein. Der Einsatz sog. Hallux-valgus-Schienen ist vor allem im Frühstadium anzuraten bzw. dann, wenn eine operative Behandlung nicht möglich ist. Die oft gestellte Frage ob eine Operation sinnvoll ist oder nicht muss am Einzelfall festgemacht werden. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass bei rein kosmetischen Gründen eher Zurückhaltung angebracht, bei therapieresistenten Beschwerden die Operation hingegen meist anzuraten ist. Die geeignete Operationsmethode hängt ebenfalls vom individuellen Krankheitsbild ab: Insgesamt mehr als einhundert verschiedene Operationstechniken unterstreichen, dass es die "ideale" Methode nicht gibt.

Fußprobleme - Kalte Füße

Wenn man einschlägigen Statistiken glauben darf, dann leidet jeder fünfte Deutsche über kalte Füße. Besonders häufig betroffen sind interessanterweise Frauen. Prinzipiell sollte man die ganze Angelegenheit nicht auf die leichte Schulter nehmen, da kalte Füße Wegbereiter für schwere Erkältungen sein können.

Hautptauslöser für das Phänomen Eisfüße sind im allgemeinen latente Durchblutungsstörungen. Diese können ihre Ursache wiederum in zu engen Schuhen oder Socken, Übergewicht, übermäßigem Nikotin-, Kaffee- oder Alkoholgenuss, aber auch in Bewegungsmangel, Stress oder Hektik haben. Mögliche Wegbereiter sind auch diverse Krankheiten sowie bestimmte Medikamente.

Eine Anregung der Durchblutung steht an erster Stelle wenn es darum geht, das Auftreten von kalten Füßen zu verhindern. Das Einschränken des individuellen Nikotin- oder Alkoholkonsums, das Vermeiden von zu engen Socken oder Schuhen sowie gesunde und vitaminreiche Kost sind der richtige Anfang. Für eine dauerhafte Anregung der Durchblutung sorgen auch Wechselduschen, Kneippsche Wechselbäder und regelmäßige Saunagänge. Interessanterweise wirken auch scharfe Gewürze wie Pfeffer, Chili oder Paprika (in Maßen!) vorbeugend.

Beim Auftreten von Eisfüßen hilft als allerstes ein wärmendes Fußbad. Lindernd wirken kann auch eine spezielle Fingermassage, bei der man jeweils einen Finger der Hand zwischen zwei Zehen des Fußes steckt. Hand und Fuß sind dabei ineinander verklemmt. Eine weitere Möglichkeit der Behandlung sind Fußmassagen mit Ölen, welchen spezielle Gewürze wie beispielsweise Pfeffer, Chili oder Senf beigemischt sind. Eine mehr homöopathische und doch wirksame Form der Behandlung stellt das Anziehen von kalten, nassen Socken (nur wenige Minuten) dar. Immer sinnvoll ist auch eine Wechseldusche nach Pfarrer Kneipp.

Falls alle genannten Methoden keine Wirkung zeigen, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Neben den erwähnten Durchblutungsstörungen können unter Umständen auch Gefäßverschlüsse ein Auslöser sein, bei welchen eine ärztliche Behandlung obligat ist.

Fußprobleme - Schrunden

Die Hornhaut ist vom Grundsatz her als natürlicher Schutz vor äußerlichen Einflüssen gedacht. Bereiche, welche besonderer Reibung oder besonderem Druck ausgesetzt sind, zeichnen sich durch verstärkte Hornhautbildung aus. Aufgrund der ständigen Belastung, welcher unsere Füße ausgesetzt sind, entsteht hier am meisten Hornhaut. Aufgrund der starken Beanspruchung und stetigem Druck wird die Haut an diesen Stellen besonders hart und unelastisch. Es können sich nun kleine Risse bilden, welche als Schrunden bezeichnet werden.

Diese spaltenförmigen Hautrisse können mitunter bis tief in die Haut reichen, Schmerzen verursachen, nässen und sogar blutende Wunden verursachen. Schrunden begünstigen zudem den Eintritt von Bakterien in den Körper und können daher zu schmerzhaften Entzündungen und Hautpilz führen. Die Palette der Ursachen für die Bildung von Schrunden ist indes vielfältig: Zu enge Schuhe, chemische Reize, welche das Austrocknen der Hornhaut begünstigen, Neurodermitis, Schuppenflechte, Übergewicht, Fußfehlstellungen etc.

Hornhaut und Schrunden

Im Falle von trockenen Schrunden sollte zunächst die Hornhaut abgetragen werden – beispielsweise mit unserem von zahlreichen Fachinstituten empfohlenen Mosadal Fluid. Danach sollte die Haut mit Mosadal Creme gepflegt werden um sie elastisch und geschmeidig zu halten. Bei nässenden Schrunden – diese treten meist zwischen den Zehen auf und werden durch Pilze oder Bakterien verursacht – ist der Weg zum Hausarzt zu empfehlen. In der Regel hilft ein spezieller Puder, der die Haut trocken hält und zudem die Bakterien oder Pilze abtötet.

Um Schrunden erst gar nicht entstehen zu lassen, hilft es die Füße jeden Abend einzucremen, wasdie Haut elastisch hält. Hornhaut sollte grundsätzlich regelmäßig entfernt werden, gegen nässende Füße hilft die regelmäßige Verwendung eines speziellen Puders (nicht zu großzügig zwischen den Zehen verteilen).