Ursachen und Behandlung vom Fersensporn

Wenn jeder einzelne Schritt stechende Schmerzen in der Ferse hervorruft, ist meistens ein Kalkaneus- oder Fersensporn verantwortlich. Besonders nach längerem Sitzen oder morgens nach dem Aufstehen ist das Auftreten besonders qualvoll.

Der zurate gezogene Facharzt unterscheidet zwei verschiedene Wachstumsformen des Fersensporns, der eigentlich eine Neu- oder Umbildung des Knochens am Fersenbein ist. Die weitaus häufigste Wachstumsform ist der untere oder plantare Fernsehsporn. Entsteht er hingegen am Achillessehnenansatz, heißt er dorsaler Fersensporn. Der Fersensporn reizt das ihn umgebende Gewebe Schritt für Schritt derart, dass schnell eine chronische Entzündung entsteht, die diese typischen starken Schmerzen beim Gehen hervorruft.

Fersensporne können zwar verschiedene Ursachen haben, sind jedoch immer ausnahmslos Folge einer ständigen Fehl- oder Überbelastung, die das sensible System des menschlichen Fußes dauerhaft stören. Der Körper kann dieser dauerhaften Fehlbelastung der Füße nur dadurch entgegensteuern, indem er beginnt, Kalk an den Ansätzen der Sehnen einzulagern. Nur so gelingt es ihm, das aus dem Gleichgewicht geratene Fußsystem stabiler zu machen. Der durch diese Kalkablagerungen entstehende Knochenstützbau ist als Fersensporn bekannt.

Eine der häufigsten Ursachen ist das Tragen falschen Schuhwerks, das zu einseitiger Belastung oder auch zu Überbelastung der Füße führt. Dies mag eine Erklärung sein, warum vor allem Frauen betroffen sind. Auch Muskelschwäche kann zu dauerhaften Fußfehlstellungen führen und einen Fersensporn zur Folge haben. Damit verbunden sind natürlich sämtliche Primärursachen, die zur falschen Belastung und einer Veränderung des Gangbildes führen und für die der Fersensporn letztendlich nur ein Symptom ist. Nun hat aber jede Form der Fehlbelastung, und zwar egal wodurch die hervorgerufen wird, stets die übermäßige Bildung von Hornhaut zur Folge. Wird diese nicht regelmäßig entfernt, behindert sie durch fortgesetzte Reizung die Entzündungshemmung und erweitert das Spektrum an Fehlstellungen um das falsche Abrollen.

Falsche Ernährung führt im Laufe der Zeit zu Übergewicht, das wiederum in einer vermehrten Belastung, diese in einer Fußfehlstellung und diese in einer verstärkten Bildung von Hornhaut resultiert. Auch hier kann sich schnell ein Teufelskreis ergeben, da ja der permanente starke Schmerz beim Gehen die Betroffenen an jeder Form der sportlichen Bewegung hindert. Das Übergewicht vergrößert sich, die Belastung der Füße und der Druck auf den Fersensporn nimmt zu. Hier wird also eine Umstellung der Ernährung unabdingbar sein.

Wenn es bereits zur Ausbildung eines Fersensporns gekommen ist, ist der Behandlungsweg zumeist langwierig. Eine Linderung der ständigen Schmerzen kann zumeist nur durch Schuhwerk mit leichtem Absatz und Schuheinlagen mit speziellem Fersenbett oder einem Fersenkissen erreicht werden. Auch spezielle Dehnungsübungen können bei akuten Schmerzen durchaus vorübergehend echte Erleichterung bringen. Es führt allerdings kein Weg daran vorbei, die Entzündung aktiv zu bekämpfen und die Füße zu entlasten. Empfehlenswert ist hier zumeist eine Umstellung der Nahrungsfette auf gesunde, entzündungshemmende Fette wie Lein- oder Hanföl, Raps- oder Nussöle. Auch Wildkräuter wie Petersilie, Rosmarin oder Minze enthalten natürlich Entzündungshemmer. Vor allem Löwenzahn und ganz besonders Brennnessel erweisen sich hier als besonders hilfreich. Sie könnten gemeinsam mit Mango und Ingwer zu einem wohlschmeckenden Smoothie verarbeitet werden. Eine weitere die Entzündung stark bekämpfende Maßnahme ist jedoch regelmäßige Entfernung der Hornhaut, die der durch sie bewirkten Fehlstellung und somit der Reizung entgegenwirkt.


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