Fußreflexzonenmassage - jahrtausendealtes Wissen für körperliches Wohlbefinden

Der Satz, der besagt, dass ohne Füße nichts geht, birgt einige Wahrheit in sich. Jahrtausendealtes traditionelles Wissen nordamerikanischer, asiatischer und nordafrikanischer Naturvölker überliefert, die Füße eines Menschen würden dessen Körper widerspiegeln. Organische Beschwerden könne man daher gezielt durch an den Fußsohlen ausgeführten Druckmassagetechniken lindern, besagt der naturkundliche Umkehrschluss. Die Funktionsweise und der Wirkungszusammenhang ähneln den Prinzipien der Akupressur. Macht sich eine Reflexzone durch Schmerzen oder Verhärtungen bemerkbar, so gilt die Vermutung, dass das zugeordnete Organ nicht ordnungsgemäß funktioniert. Mithilfe der Fußreflexzonenmassage versucht der naturheilkundliche Experte anregende oder beruhigende Impulse an das in Mitleidenschaft gezogene Organ abzugeben. Diese besondere Druckmassage soll für die Anregung des Stoffwechsels und die Durchblutung besonders förderlich sein. Die Anhänger dieser jahrtausendealten Massagetechnik sind überzeugt, sie rege die Selbstheilungskräfte an. Dennoch ist anzumerken, dass die Fußreflexzonenmassage sich der naturwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden auf Wirksamkeit weitgehend entzieht. Sie wird heutzutage daher alternativmedizinischen Behandlungsmethoden oder den Behandlungskonzepten der modernen Wellnessbranche zugerechnet. Vor allem als Begleitmaßnahme einer schier unüberschaubaren Anzahl von Anwendungsmöglichkeiten in der Physiotherapie soll sie sich hier großer Beliebtheit erfreuen.

Nachdem das traditionelle Wissen der alten Naturvölker über Jahrtausende hinweg nur mündlich von Generation zu Generation weitergegeben worden war, begann es der US-amerikanische Arzt William Fitzgerald Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zu sammeln und zu systematisieren. Seine Einteilung der Fußreflexzonen in ein therapeutisches Energieleitsystem wurde seither nur ein einziges Mal geringfügig erweitert. Die Grundlage seines Schemas bilden eigene Studien, die den Zusammenhang zwischen bestimmten Organen und Massepunkten zu belegen beanspruchen. Die moderne Fußreflexzonenmassage wird mit ausgefeilten Griff- und Drucktechniken ausgeführt, die in erster Linie mit den Fingerkuppen von Daumen und Zeigefingern umgesetzt werden.

Eine Grundregel der Fußreflexzonenmassage besagt, dass eine allgemein wohltuende Stimulation der bereits durch simples Barfußlaufen erreicht wird. Nichts würde mehr Erdung, mehr Bodenständigkeit symbolisieren und auf sanfte Weise den Füßen ihre Standfestigkeit und Anpassungsfähigkeit zurückgeben. Während also handfeste Beweise für die tatsächliche Existenz der Fußreflexzonen fehlen, gehen Anhänger davon aus, dass diese durch eine spezifische Konstellation von Nervenbahnen und Energieströmen entstünden. Ihre Kommunikation zu den entsprechenden Körperregionen und Organen sei ein elektromagnetisches Resonanzphänomen. Wenn auch der Schulmedizin dieser Erklärungsansatz als Darlegung der Wirkungsweise viel zu vage ist, so ist Forschern der Universität Innsbruck bereits der eine oder andere Nachweis gelungen. Druckstimulationen in laut Fußreflexzonentheorie einem gewissen Organ zugeordneten Bereich hatten tatsächlich durchblutungssteigernde Effekte zur Folge.

Worüber die Füße dem Heilpraktiker erzählen

Die Füße des Menschen sind der ganzheitlichen Naturheilpraxis ein außerordentlich wichtiges Energiefeld, das sich auch immer mehr Ärzten erschließt, die frei nach dem Motto „wenn es vielleicht nichts nützt, so schadet es ganz sicher nicht“ ihren Patienten derartige sanfte Heilmethoden ans Herz legen. Ehe sich jedoch der zu Rate gezogene Heilpraktiker an die Arbeit macht, wird er sich ans „Lesen der Füße“ machen. Dahinter liegt die Überzeugung, eine penible Betrachtung der Füße würde etwas darüber berichten, wie ein Mensch im Leben steht. Alleine der Umstand, wie sie sich selbst anfühlen, angenehm warm oder kalt, wie sich die Haut anfühlt und an welchen Stellen sich Hornhaut bildet, verrät dem Heilpraktiker viel über seinen Patienten.

Hornhaut stellt für eine zielführende Fußreflexzonenmassage ganz allgemein eine unnötige Erschwernis dar. Besonders störend wird sie aber, wenn sie im Bereich der Reflexzonen auftritt und auf diese Auswirkungen zu haben beginnt. Geht der Heilpraktiker etwa daran, die mit Hornhaut überzogene Reflexzone mit einer Druckmassage zu aktivieren, kann sich für den arglos zusehenden Patienten ein überraschender Schmerz in einem ganz anderen Körperteil ergeben. Der Heilpraktiker muss außerdem sehr viel mehr Kraft aufwenden, um die unter der Hornhaut liegenden Nervenendpunkte der Reflexzonen stimulieren zu können. Krafteinwirkung und gefühlvolle Massage begünstigen einander keineswegs, sie stehen zueinander in Widerspruch. Der Einfluss, den ein Zuviel an Hornhaut an den Füßen ausüben kann, geht allerdings in einer ganzheitlichen Betrachtungsweise noch viel weiter: Hornhaut zeigt dauernde Fehlbelastungen und Schwächen des Fußes an. Wird sie nicht regelmäßig sanft entfernt, so verstärkt Hornhaut die Fehlstellungen, die den Menschen aus der Balance bringen.


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